The Faint : Wet From Birth

Eins-zwei-drei-vier-fünf-sechs-sieben-acht! … Drop kick the punks! Wer sagt denn bitte sehr hier was von 80s-Revival? Im Zusammenhang mit The Faint? Lachhaft. Mehr modern geht doch nicht. Vielleicht sogar ein wenig der Zeit voraus. Und dies ja nun nicht etwa erst mit dem aktuellen Output. Ob sich es sich bei “Wet From Birth” nun um einen Meilenstein der Bandgeschichte handelt, lasse ich im Raum stehen. Es ist eine logische Fortsetzung mit den bekannten Mitteln und funktioniert 100%ig auf jeder Indie-Party als Tanzflächenfüller. Ist schon interessant, dass die (in meinem Sinne) Hauptzielgruppe The Faint nach wie vor größtenteils ignoriert: So etwas sollten sich die ganzen Gothic-Chicks mal anhören. So stelle ich mir eigentlich das elektronisch angehauchte Alternativprogramm im Gruft-Umfeld vor. Nicht diese Ibiza-Techno-Mukke mit Möchtegernböse-Vocals. Todd Baechle & Co. verwandeln Kälte in Wärme, Dunkelheit in Licht und Chaos in Rhythmus. Das macht ihnen mit dieser eben nicht aufgesetzten Düsterattitüde so schnell keiner nach. Nicht so wie es The Faint auf diesem und auf den Vorgängeralben inszenieren. Da bleiben sie einzigartig.
(Saddle Creek / Indigo)
